Statuten des Salzburger Museumsvereines (Fassung 2015)

   
§ 1

Der Salzburger Museumsverein hat seinen Sitz in der Stadt Salzburg.

  

§ 2 

Der Zweck des Vereines ist die Förderung der Kunst und Kultur in Verbindung mit dem Salzburg Museum. Der Salzburger Museumsverein ist ausschließlich gemeinnĂŒtzig, seine TĂ€tigkeit ist nicht auf Gewinn ausgerichtet.

 

§ 3 

FĂŒr die Verwirklichung des Vereinszweckes vorgesehene TĂ€tigkeiten sind

a) Öffentlichkeitsarbeit, um dadurch das Interesse fĂŒr das Salzburg Museum in weiten Kreisen der Bevölkerung zu wecken und wach zu halten,

b) Veranstaltung von VortrĂ€gen, FĂŒhrungen, Exkursionen und sonstigen Veranstaltungen (inkl. Förderung von Museumsbesuchen fĂŒr SchĂŒler),

c) Herausgabe der „Salzburger MuseumsblĂ€tter“ und sonstiger Veröffentlichungen,

d) Ankauf von MusealgegenstĂ€nden mit dem Ziel, diese einer breiten Öffentlichkeit (als Leihgaben fĂŒr das Salzburg Museum) zugĂ€nglich zu machen,

e) Restaurierung von KunstgegenstĂ€nden des Salzburg Museum, um diese fĂŒr die Allgemeinheit zu bewahren

f) Beratung von Vereinsmitgliedern in Kunstfragen.

 

§ 4 

Die erforderlichen Mittel werden aufgebracht durch:

a) Mitglieds- und FörderbeitrÀge (§§ 5 und 9),

b) Spenden, Subventionen und sonstige freigiebige Zuwendungen,

c) ErtrÀgnisse aus Veranstaltungen, Veröffentlichungen sowie aus der Verwertung von Vereinsvermögen,

d) ErtrÀge aus der Verwaltung von Vereinsvermögen (z.B. ZinsertrÀge).

 

§ 5

Mitglieder des Vereines sind:

a) ordentliche Mitglieder. Die Mitgliedschaft wird durch die Abgabe einer BeitrittserklÀrung und deren Kenntnisnahme durch die Vereinsleitung (§ 12) erworben. Die Höhe des Mitgliedsbeitrages wird von der Hauptversammlung festgelegt (§ 9).

b) Förderer, die sich zu dieser besonderen Mitgliedschaft mit FördererbeitrÀgen bereit erklÀren.

c) Stifter, die einen einmaligen grĂ¶ĂŸeren finanziellen Beitrag leisten oder dem Verein wertvolle museale GegenstĂ€nde ĂŒberlassen.

d) Ehrenmitglieder und EhrenprÀsidenten, das sind wegen hervorragender Verdienste um den Verein und um seine Ziele hiezu ernannte Mitglieder. Sie sind zu einer Beitragsleistung nicht verpflichtet. Die EhrenprÀsidenten gehören dem Ausschuss an.

Stifter und Ehrenmitglieder werden von der Hauptversammlung ĂŒber Vorschlag des Ausschusses ernannt. Alle Mitglieder haben die in den Satzungen bestimmten Rechte und Pflichten, sie haben insbesondere in der Hauptversammlung beschließende Stimme und sind zu VereinsĂ€mtern wĂ€hlbar.

 

§ 6

Die Aufnahme eines Mitgliedes kann ohne Angabe von GrĂŒnden durch den Ausschuss abgelehnt werden. Ein Austritt aus dem Verein bedarf der schriftlichen Mitteilung an die Vereinsleitung; der Mitgliedsbeitrag fĂŒr das laufende Jahr ist zu entrichten. Der Ausschuss kann Mitglieder, die das Ansehen des Vereines oder den Vereinszweck schĂ€digen, aus dem Verein ausschließen. Gegen den Ausschluss kann das betroffene Mitglied binnen zwei Wochen an das Schiedsgericht (§ 18) berufen. Die Mitgliedschaft erlischt auch, wenn trotz zweimaliger Mahnung rĂŒckstĂ€ndige BeitrĂ€ge nicht bezahlt werden.

  

§ 7

Das Vereinsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

  

§ 8

Die Organe des Vereines sind:

a) die Hauptversammlung,

b) der Ausschuss,

c) die Vereinsleitung,

d) die RechnungsprĂŒfer,

e) das Schiedsgericht.

  

§ 9

Die Hauptversammlung findet jĂ€hrlich innerhalb der ersten drei Monate statt. Zu dieser mĂŒssen alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vorher schriftlich, unter Bekanntgabe der Tagesordnung eingeladen werden. Der Hauptversammlung obliegen:

a) Entgegennahme des Jahresberichtes,

b) Genehmigung der Geldgebarung,

c) Wahl des Ausschusses fĂŒr die Dauer von drei Jahre,

d) Bestellung der zwei RechnungsprĂŒfer (§ 16)

e) Festsetzung des MitgliedsbeitrÀge,

f) Ernennung von Stiftern und Ehrenmitgliedern,

g) Beschlussfassung ĂŒber SatzungsĂ€nderungen,

h) Beschlussfassung ĂŒber allfĂ€llige AntrĂ€ge von Mitgliedern; solche AntrĂ€ge mĂŒssen mindestens eine Woche vor der Hauptversammlung schriftlich dem Ausschuss ĂŒbermittelt sein.

Der Ausschuss kann auch außerordentliche Hauptversammlungen einberufen.

Eine außerordentliche Hauptversammlung muss einberufen werden, wenn dies ein Zehntel aller Mitglieder schriftlich unter Angabe der VerhandlungsgegenstĂ€nde verlangt. FĂŒr diese Einberufung gelten sinngemĂ€ĂŸ die Bestimmungen fĂŒr die jĂ€hrliche Hauptversammlung (§ 10).

    

§ 10

Die satzungsgemĂ€ĂŸ einberufene Hauptversammlung ist ohne RĂŒcksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfĂ€hig. Vorsitzender der Hauptversammlung ist der PrĂ€sident des Vereines, im Falle seiner Verhinderung treten die Mitglieder der Vereinsleitung in der im § 12 angefĂŒhrten Reihenfolge an seine Stelle.

Abstimmungen und Wahlen erfolgen mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder (Ausnahme § 17).

Wahlen mittels Stimmzettel erfolgen nur dann, wenn die Mehrheit dies wĂŒnscht. Im Falle der Stimmgleichheit entscheidet bei allen Abstimmungen der Vorsitzende.

GĂŒltige BeschlĂŒsse können in der Hauptversammlung nur zu VerhandlungsgegenstĂ€nden gefasst werden, die in der Einladung bekanntgegeben oder gemĂ€ĂŸ § 9, lit. h. zur Aufnahme in die Tagesordnung beantragt wurden. Ausgenommen ist hievon der Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung.

 

§ 11

Der Ausschuss besteht aus mindestens zwanzig Mitgliedern, die alle drei Jahre von der Hauptversammlung gewÀhlt werden. Dem Ausschuss obliegen insbesondere:

a) die Wahl der Vereinsleitung (§ 12) aus den Mitgliedern des Ausschusses und die Bestellung von Referenten fĂŒr besondere Daueraufgaben zur UnterstĂŒtzung der Vereinsleitung.

b) die Beschlussfassung ĂŒber eine Erwerbung von MuseumsgegenstĂ€nden fĂŒr das Museum im Sinne des Vereinszweckes nach Maßgabe der Mittel beziehungsweise ĂŒber die Zuwendung von Geldmitteln an das Museum fĂŒr besonders bestimmte Zwecke. 

In dringenden FÀllen, in denen eine Befassung durch den Ausschuss nicht mehr möglich ist, kann die Vereinsleitung in Verbindung mit dem Museumsdirektor selbstÀndig handeln. Sie hat dem Ausschuss ehestmöglichen Bericht zu erstatten.

c) die Beschlussfassung ĂŒber die Tagesordnung der Hauptversammlung,

d) die Überwachung der RechnungsfĂŒhrung und Geldgebarung,

e) die Entscheidung ĂŒber den Ausschluss von Mitgliedern.

FĂŒr Beschlussfassungen im Ausschuss ist die Anwesenheit von sechs Ausschussmitgliedern und des PrĂ€sidenten oder seines Stellvertreters (§ 13) erforderlich. Alle BeschlĂŒsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

f) Über Antrag der Vereinsleitung die Bestellung eines Exekutiv-Ausschusses fĂŒr genau definierte Sonderaufgaben, wie z.B. Aktionen zur Mitgliederwerbung, Sonderveranstaltungen etc.

g) Kustoden des Museums sind eo ipso Mitglieder des Ausschusses, sofern sie dem Museumsverein beitreten.

 

§ 12

Die Vereinsleitung besteht aus dem PrĂ€sidenten, zwei Stellvertretern des PrĂ€sidenten, dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer, dem Stellvertreter des GeschĂ€ftsfĂŒhrers, dem Kassier und dem SchriftfĂŒhrer. Der Vereinsleitung obliegen:

a) die Aufnahme von Mitgliedern und die FĂŒhrung der Mitgliederlisten,

b) die Einhebung der BeitrĂ€ge und die Vermögensverwaltung einschließlich der Genehmigung der Ausgaben des normalen GeschĂ€ftsablaufes,

c) die Vorbereitung der Ausschusssitzungen und der Hauptversammlung,

d) die Erstellung des Jahresberichts und der Jahresabrechnung,

e) die Herausgabe der "Salzburger MuseumsblÀtter" und sonstiger Veröffentlichungen,

f) die Veranstaltung von VortrĂ€gen, FĂŒhrungen, Exkursionen und dergleichen, die Herausgabe der „Salzburger MuseumsblĂ€tter“ und sonstiger Veröffentlichungen,

e) die Veranstaltung von VortrĂ€gen, FĂŒhrungen, Exkursionen und dergleichen.

Die Funktionsdauer der Mitglieder der Vereinsleitung entspricht der des Ausschusses, der sie gewĂ€hlt hat. Bei einem vorzeitigen Ausscheiden eines Mitgliedes der Vereinsleitung kann der Ausschuss vorbehaltlich der nachtrĂ€glichen Genehmigung durch die nĂ€chste Hauptversammlung auch ein Vereinsmitglied, das noch nicht dem Ausschuss angehört, in die Funktion des ausgeschiedenen Mitgliedes berufen. Ein RĂŒcktritt von einer Funktion ist schriftlich zu erklĂ€ren.

 

§ 13

Der PrĂ€sident, beziehungsweise sein Stellvertreter, vertritt den Verein nach außen und unterfertigt gemeinsam mit dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer oder Kassier alle rechtsverbindlichen SchriftstĂŒcke, er beruft die Sitzungen und die Hauptversammlung ein und fĂŒhrt in diesen und in den ordentlichen und außerordentlichen Hauptversammlungen den Vorsitz. In dringenden FĂ€llen kann er ĂŒber BetrĂ€ge bis zu eintausend Euro (€ 1000) verfĂŒgen, doch bedarf diese VerfĂŒgung der nachtrĂ€glichen Genehmigung durch die Vereinsleitung.

 

§ 14

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer, beziehungsweise sein Stellvertreter, besorgt den Schriftverkehr des Vereines und zeichnet gemeinsam mit dem PrĂ€sidenten bzw. dessen Stellvertretern. Insbesondere obliegt ihm die Planung von VereinsaktivitĂ€ten, die Zusammenstellung des Jahresberichtes und die Obsorge fĂŒr die ordentliche Aufbewahrung aller Vereinsschriften. Er hat die Angestellten des Vereines zu ĂŒberwachen und die Arbeitseinteilung zu treffen.

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer bzw. sein Stellvertreter wird unterstĂŒtzt vom SchriftfĂŒhrer, dem auch die Abfassung der Sitzungs- und Versammlungsberichte (Protokolle) sowie der Schriftverkehr des Vereines obliegt.

 

§ 15 

Der Kassier besorgt die GeldgeschĂ€fte des Vereines und die Mitgliederverwaltung. Er leistet Auszahlungen nur nach erfolgter Anweisung und Gegenzeichnung durch die PrĂ€sidenten beziehungsweise dessen Stellvertreter und stellt fĂŒr den Jahresbericht die Jahresabrechnung zusammen. Seine Geldgebarung wird durch die von der Hauptversammlung gewĂ€hlten RechnungsprĂŒfer alljĂ€hrlich ĂŒberprĂŒft. Fallweise ÜberprĂŒfungen der Geldgebarung sind dem Ausschuss vorbehalten.

 

§ 16 

Von der Hauptversammlung werden zwei RechnungsprĂŒfer bestellt, deren Funktionsdauer mit jener des Ausschusses zusammenfĂ€llt. Ihnen obliegen die jĂ€hrliche PrĂŒfung der Geldgebarung und die Berichterstattung hierĂŒber an die Hauptversammlung. Die RechnungsprĂŒfer dĂŒrfen dem Ausschuss nicht angehören.

 

§ 17 

Zur Beschlussfassung ĂŒber die freiwillige Auflösung des Vereines ist die Anwesenheit der HĂ€lfte aller Mitglieder und die Stimmenmehrheit von drei Viertel aller abgegebenen Stimmen notwendig. Diese Hauptversammlung hat auch ĂŒber die Verwendung eines etwaigen Vereinsvermögens zu beschließen. Bei Auflösung des Vereines oder bei Wegfall des bisherigen begĂŒnstigten Vereinszweckes ist das nach Abdeckung der Passiva verbleibende Vereinsvermögen fĂŒr gleiche oder Ă€hnliche gemeinnĂŒtzige Zwecke im Sinne der §§ 34ff. BAO zu verwenden.

 

§ 18

Über Streitigkeiten unter Mitgliedern aus dem VereinsverhĂ€ltnis entscheidet ein Schiedsgericht, das aus fĂŒnf Vereinsmitgliedern besteht und von der Vereinsleitung ĂŒber schriftlichen Antrag eines oder mehrerer Mitglieder einzusetzen ist. Die GrĂŒnde fĂŒr den Antrag sind anzugeben. Jeder Streitteil entsendet lĂ€ngstens binnen vier Woche zwei Schiedsrichter, die lĂ€ngstens innerhalb von 14 Tagen ein weiteres Mitglied als Vorsitzenden zu wĂ€hlen haben. Das Schiedsgericht entscheidet mit Stimmenmehrheit. Der Vorsitzende stimmt mit, bei Stimmengleichheit gibt seine Stimme den Ausschlag. Wenn ĂŒber die Person des Vorsitzenden keine Einigung erzielt wird, entscheidet das Los unter den Vorgeschlagenen. Eine Berufung gegen die Entscheidung des Schiedsgerichtes ist nicht zulĂ€ssig.